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Leitbild

Was uns bewegt:
Unser Glaube und unsere Überzeugungen

Was wir bewegen wollen:
Kirche im Kiez

Wie es entstanden ist:
Unser Leitbild

 

Was uns bewegt:
Unser Glaube und
unsere Überzeugungen

„Ein Mensch sieht, was vor Augen ist. Der Herr aber sieht das Herz an.“ (1. Samuel 16,7)

Befreit, beherzt, erlöst leben
oder
Werde, was du bist

Als Christen sind wir der Überzeugung, dass jeder Mensch von Gott angenommen und erlöst ist. Und jedem Menschen hat Gott Talente und Entwicklungsmöglichkeiten mitgegeben. Gott sieht und kennt jeden einzelnen.

Das können wir Menschen manchmal kaum glauben. Wir erkennen nicht, was wir sind und was geschenkt in uns steckt. Wir machen Fehler und manchmal werden wir dadurch schuldig. Deshalb sind wir von Gott aufgefordert, auf unsere Nächsten zuzugehen und ihnen zu helfen, sich selbst zu erkennen und befreiende Wege aus den Verstrickungen ihres Lebens zu finden.  Dabei lernt jeder auch vom anderen.

So entsteht ein „gegenseitiges Miteinander“ im Dreieck zwischen Gott, mir und meinem Nächsten: Gott befreit mich, damit ich mich meinem Nächsten zuwenden kann.

Dieses spiegelt sich auch im Doppelgebot der Liebe:

„Jesus aber sprach zu ihm: ‚Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt‘. Dies ist das höchste und erste Gebot. Das andere aber ist dem gleich: ‚Du sollst deinen Nächsten Lieben, wie dich selbst.‘ In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.“ (Matthäus 22,37-40)

In diesen beiden Feststellungen findet sich die Kernaussage der gesamten Bibel, sagt Jesus.

Gott lebt auch in uns:
Rätsel, Ursprung, Ausrichtung

Wir (gläubigen) Menschen würden uns gerne ein konkretes Bild von Gott machen. Wir Menschen wünschen uns zeitweilig, dass Gott wie ein Wunder plötzlich mitten in unserem Leben wirksam wird.

Aber Gott wird immer ein Geheimnis und in seinem Wirken rätselhaft bleiben. Gott lässt sich nicht instrumentalisieren und wird nicht auf unseren Wunsch wie „auf Knopfdruck“ eingreifen.  Wir müssen die Demut haben, Gott nie erfassen zu können.

Vielmehr haben wir Menschen es selbst in der Hand. Gott hat uns mit unserem Leben selbst alle Möglichkeiten gegeben. Wir sind selbst gefordert richtig zu entscheiden und zu handeln. Wir sind selbst gefordert hinzusehen, Not, Unrecht und anderes nicht Hinzunehmendes wahrzunehmen und aktiv zu werden.

In unserem Handeln gegenüber jedem Nächsten stehen wir in der direkten Nachfolge Jesu:

„Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einen von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan!“ (Matthäus 25,40b) 

Lebendige Gemeinde 

                   
  • handeln
  • wachsam sein
  • dienen
                   

„Ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch, was dem anderen dient. Seid unter euch so gesinnt, wie es der Gemeinschaft in Jesus Christus entspricht“ (Philipper 2, 4-5)

Was ist unser Auftrag als Gemeinde?

In der Gemeinde finden Menschen zusammen, die für sich erkannt haben, was Gott ihnen für ihr Leben mitgegeben hat und sich auf den Weg machen, zu „werden, was sie sind“. Das bewegt sie auch, sich den Nächsten zuzuwenden.

Damit sieht sich eine Gemeinde besonders in der Verantwortung:

  • selber über ihren christlichen Glauben sprachfähig zu werden.

Ein Schlüssel dafür ist eine Bildung, in der man sich aktiv mit der Welt auseinandersetzt und die hilft, sich den unterschiedlichsten Menschen verständlich zu machen:

„Darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben.“(Matthäus 10, 16b)

„Den Schwachen bin ich ein Schwacher geworden, um die Schwachen zu gewinnen. Ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise etliche rette.“ (1. Korinther 9, 16-23)

  • diakonisch für jeden unserer Nächsten tätig zu werden:

„Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesus: „Wer ist denn mein Nächster? Da antwortete Jesus und sprach: „Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab nach Jericho und fiel unter die Räuber; die zogen ihn aus und schlugen ihn und machten sich davon und ließen ihn halb tot liegen.

Es traf sich aber, dass ein Priester diesselbe Straße hinab zog; und als er ihn sah, ging er vorüber. Des gleichen auch ein Levit: Als er zu der Stelle kam und ihn sah, ging er vorüber. Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam dahin; und als er ihn sah, jammerte es ihn; und er ging zu ihm, goss ihm Öl und Wein auf seine Wunden , hob ihn auf sein Tier und brachte ihn in eine Herberge und pflegte ihn [...].

Wer von diesen dreien meinst du, ist der Nächste geworden dem, der unter die Räuber gefallen war? Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm tat. Das sprach Jesus zu ihm: So geh hin und tue desgleichen!“ (Lukas 10, 29-37)

 „Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.“ (Galater 6,2)

  • ‹ wachsam zu sein und zu dienen

Was hilft´s, Brüder und Schwestern, wenn jemand sagt, er habe Glauben, und hat doch keine Werke? Kann denn der Glaube ihn selig machen? Wenn ein Bruder oder eine Schwester nackt ist und Mangel hat an täglicher Nahrung und jemand unter euch spricht zu ihnen: Geht hin in Frieden, wärmt euch und sättigt euch. Ihr gebt ihnen aber nicht, was der Leib nötig hat – Was hilft ihnen das? So ist auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, tot in sich selber.“ (Jakobus 2, 14-17)

 

Was wir bewegen wollen:
Kirche im Kiez

Glaube

Uns bewegt der Glaube
und wir wollen andere Menschen
für den Glauben bewegen.

Dafür steht der Gottesdienst
in der Mitte unserer Gemeinde.
Und der Glaube wirkt
in allen unseren Angeboten für Menschen.

Menschen

Wir engagieren uns
für Menschen in unserem Kiez.

Dafür sind wir besonders
für Kinder, Jugendliche
und ihre Familien
sowie ältere Menschen aktiv.

Mitwirken

Uns sind Menschen willkommen,
die sich für diese Ziele mit engagieren wollen.

Wir schätzen und fördern die Begabungen,
mit denen sich diese Menschen
bei uns einbringen wollen.
Wir wollen sie als Teil unserer
Gemeinschaft unterstützen.

Dabei stärken wir gerne
soziale Initiativen im Sinne dieser Ziele,
die in der Mitte unserer Gemeinde
und in unserem Kiez entstehen.

Kiez

Wir verstehen uns
als lebendiger Teil des Kiezes
und bringen uns
als christliche gesellschaftliche Kraft ein.

Unsere Angebote verstehen wir
als Beitrag für das Kiezleben.
Dabei suchen wir für gemeinsame Projekte
Kooperationen in unserem Kiez.

Offenheit und Transparenz

Wir sind offen
für andere Religionen und Weltanschauungen
sowie den Austausch mit Ihnen.
Wir konzentrieren uns auf das,
was uns verbindet,
und nicht auf das, was uns trennt.

Wir machen uns und unsere Arbeit
für die Öffentlichkeit transparent.

 

Das bedeutet für das Miteinander
in unserer Kirchengemeinde:

Vertrauen und Verlässlichkeit

Wir wollen in einer Vertrauenskultur
miteinander leben und arbeiten.
Das bedeutet,
dass wir in Menschen Vertrauen setzen,
ihnen Aufgaben und Aufträge zutrauen
und ihnen im Vertrauen
einen Entscheidungs-
und Handlungsraum mitgeben.

Auf der anderen Seite muss dieses Vertrauen
durch Verlässlichkeit erwidert werden.
Für gemachte Zusagen und übernommene Aufträge
steht der Einzelne mit seinem Wort und seinem Namen.

Zielorientiert und konstruktiv

Wir wollen in einer Gesprächskultur
miteinander leben und arbeiten,
die zielorientiert und konstruktiv ist.

Kritik soll sachlich
und an einzelnen Sachverhalten und Handlungen,
nicht aber verletzend an einer Person geübt werden.

Genauso wird geäußerte Kritik
auch vom Gegenüber verstanden und genutzt,
um selber oder gemeinsam Lösungen
für das Kritikwürdige zu finden und umzusetzen.

Klare Strukturen

Wir wollen allen,
die sich in unserer Gemeinde
haupt- oder ehrenamtlich engagieren,
Bedingungen schaffen,
in denen ihre Arbeit möglichst erfolgreich gelingt
und eine hohe Arbeitszufriedenheit entsteht.

Deshalb regeln wir in unserer Gemeinde
klare Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten.
Im Auftrag der Gemeinde tätigen Personen und Gremien
geben wir klar umschriebene Entscheidungsbefugnisse.

Wir fördern
ein harmonisches Zusammenspiel
von Haupt- und Ehrenamt.
Wir sichern Transparenz
unserer Arbeit und Entscheidungen.

 

+ + +

 

Vertraut den neuen Wegen,
Auf die uns Gott gesandt.
Er selbst kommt uns entgegen.
Die Zukunft ist sein Land.
Wer aufbricht, der kann hoffen
In Zeit und Ewigkeit.
Die Tore stehen offen.
Das Land ist hell und weit.

(Klaus Peter Hertzsch)

Wie es entstanden ist:
Unser Leitbild

Unser Leitbild ist 2016/2017 aus der Mitte unserer Gemeinde und aus dem Dialog mit Gesprächspartnern aus dem Kiez, dem Kirchenkreis, anderen Glaubensgemeinschaften, der Wissenschaft u.vm. entstanden. Dieser gemeinschaftliche Weg zu einem Leitbild war Wunsch und Beschluss im Gemeindekirchenrat.

Und so waren in einer Reihe von Leitbild-Veranstaltungen alle Menschen aus unserer Gemeinde und aus unserem Kiez eingeladen, mit zu diskutieren und mit zu denken. Wir danken allen, die engagiert an dem Entwicklungsprozess teilgenommen haben, insbesondere Sylvie Reichel für viele Anstoß gebende Gedanken und die Organisation der Leitbild-Veranstaltungen.

Die Ergebnisse aus allen Veranstaltungen sind zusammengetragen worden und in einer Klausur des Gemeindekirchenrates intensiv bearbeitet worden. Das Ergebnis ist dieses Leitbild unserer Kirchengemeinde, das zuerst beschreibt, was uns bewegt, was unseren Glauben und unsere Überzeugungen ausmacht.

Dann verdeutlichen die Leitsätze für unsere Arbeit, was wir als „Kirche im Kiez“ bewegen wollen. Schließlich haben wir gemeinsam festgehalten, wie wir in unserer Kirchengemeinde für diese gemeinsamen Ziele zusammenarbeiten wollen.

Dieses Leitbild soll nicht nur alle Interessierten über unsere Kirchengemeinde, unsere Ziele u.v.m. informieren. Vielmehr wollen wir mit diesem Leitbild auch Sie als Leser motivieren, selber bei uns mitzumachen – wo und wie lange, liegt ganz in Ihrer Entscheidung.

Dieses Leitbild ist nicht „in Stein gemeißelt“, sondern soll ein „lebendiger Text“ sein, an dem wir alle in der Gemeinde über die Zeit arbeiten. Deshalb freuen wir uns über Rückmeldungen: persönlich oder unter feedback@jckg.berlin.

Herzliche Grüße
Ihr Gemeindekirchenrat der Jesus Christus-Kirchengemeinde Berlin-Kreuzberg im Herbst 2017

Sie wünschen sich weitere Informationen oder überlegen, ob Sie bei uns mitmachen wollen?

Informationen über unsere Jesus Christus-Kirchengemeinde finden Sie natürlich hier auf dieser Website.

Wenn sie in Kontakt treten möchten, rufen sie das Gemeindebüro unter 030 / 215 80 01 schreiben Sie uns eine Mail an unter info@jckg.berlin